WTO: BaeuerInnen protestieren in Genfby - 27.07.2005 23:10 Protestmarsch: Bauernfamilien aus Norwegen kämpfen um ihre Zukunft
Dienstag 26. Juli 2005, 11:07 Uhr "In einer Welt, die von Armut und Hunger geprägt ist, muss es das wichtigste Ziel sein, die Nahrungsmittelproduktion in den bäuerlichen Familienbetrieben zu stärken", unterstrich der Präsident des Schweiz. Bauernverbandes, Hansjörg Walter, bei der Übergabe der gemeinsamen Deklaration der Bauern aus verschiedenen Staaten vor dem WTO-Gebäude. Die Schweiz habe die Grenzen für Importe aus den ärmsten Entwicklungsländern weit geöffnet. "Wir wehren uns aber dagegen, dass wir mit Billigimporten aus Industrieländern überflutet werden", führte der Chef der Schweizer Landwirte aus. Agrargüter machen lediglich 10 Prozent des gesamten Welthandels aus. Trotzdem wird in den WTO-Verhandlungen vor allem in diesem Sektor ein forsches Tempo angeschlagen, während sie im Industriegütersektor stagnieren. Damit kann beispielsweise die Schweiz nicht von Exportmöglichkeiten profitieren. Im Landwirtschaftsbereich hingegen sollen den grossen Exporteuren Tür und Tor geöffnet werden. Länder mit weniger begünstigten Agrarflächen müssen ihre Landwirtschaft dem freien Markt aussetzen und damit die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe gefährden. Das kann und darf nicht sein, darin waren sich alle anwesenden Landwirtschaftsakteure einig. Vertreter aus verschiedensten Nationen forderten in der gemeinsamen Deklaration von der WTO- Verhandlungsdelegation, die Spielregeln so zu gestalten, dass die verschiedenen Landwirtschaftsformen in der Welt bestehen bleiben. Zudem seien auch nicht handelsbezogene Leistungen der Landwirtschaft, wie die Pflege der Landschaft oder die Belebung des ländlichen Raumes und der Randregionen zu berücksichtigen. Neben einem gemässigten Abbau der Zölle verlangen die Bauern eine unterschiedliche Behandlung von Produkten für den Konsum im Inland und jenen für den Export. Die Deklaration wird offiziell unterstützt vom Norwegischen Bauernverband und seinen Mitgliedern, vom Schweizerischen Bauernverband und seinen 85 Mitgliedorganisationen von Uniterre und dem Bäuerlichen Zentrum Schweiz sowie den Bauernverbänden der folgenden Länder: Japan, Kenia und weitere. Sämtliche Unterlagen unter: http://www.bauernverband.ch/de/medien/default.htm
http://www.agrarmedien.ch/DesktopDefault.aspx?LangID=1&ItemID=186&mid=2822&PageToDisplay=true
de: http://www.bauernverband.ch/de/tatsachen_meinungen/news/news.asp?ID=24290
it: http://www.bauernverband.ch/it/tatsachen_meinungen/news/news.asp?ID=24292
Mittwoch 27. Juli 2005, 07:13 Uhr Hartes Ringen bei dreitägigem WTO-Rat erwartet Es ist eine der letzten Chancen für einen Durchbruch in den seit Monaten schleppenden Welthandelsgesprächen: Heute beginnt in Genf das dreitägige Treffen des Allgemeinen Rates der Welthandelsorganisation (WTO), an dem alle 148 Mitgliedsländer teilnehmen. Sie sollen den Grundstein legen für einen Erfolg der WTO-Ministerkonferenz im Dezember; die Aussichten dafür sind derzeit allerdings schlecht. Bereits vor rund zwei Jahren war die Ministerkonferenz im mexikanischen Cancun gescheitert. Gestritten wird unter anderem über die weltweite Marktöffnung für Agrar- und Industrieprodukte. Ziel der 2001 in Katar begonnenen Doha-Runde ist die Abschaffung von Zöllen und anderen Handelsbarrieren. Ein liberalisierter Welthandel soll vor allem den Entwicklungsländern mehr wirtschaftliche Chancen bieten. weitere Berichte zur WTO: http://www.netzeitung.de/spezial/globalvillage/350447.html
http://www.nachrichten.ch/detail/217784.htm
WTO-Verhandlungen wiederum festgefahren 27.07.05 Der Generalrat der Welthandelsorganisation (WTO) hätte an seiner Sitzung bis Freitag dieser Woche die laufende Welthandelsrunde voranbringen sollen. Doch daraus wird nun voraussichtlich wiederum nichts, wie der „Tages-Anzeiger“ am Mittwoch berichtet. Der Streit dreht sich zwar weiterhin um das Agrardossier, aber diesmal nicht in erster Linie um die Verbesserung des Marktzutritts, sondern um die Inlandstützung. Zwar sind die "green box"-Stützungen, die an Öko-Auflagen gebundenen Direktzahlungen, unbestritten, wie auch der Vorsitzende der Agrarverhandlungen, Tim Groser, am Dienstag der Bauerndelegation erklärt hatte. Aber die EU verlangt von den USA und anderen Agrarexporteuren klare Kriterien für die "blue box"-Stützungen, Beihilfen mit Mengenbeschränkungen. Andernfalls ist die EU, die von den von der Schweiz angeführten Agrarimporteuren der G-10 unterstützt wird, laut „Tages-Anzeiger“ zu keinen weiteren Konzessionen im Bereich des Marktzugangs mehr bereit. Nur ein starkes Wort des US-Handelsbeauftragten Rob Portman hätte an diesem Punkt weiterführen können. Aber Portman muss vorläufig in Washington ausharren, wo das Repräsentantenhaus bis Ende dieses Monats über das umstrittene Freihandelsabkommen mit Mittelamerika befinden muss. http://www.agrarmedien.ch/EasyGateWebBase/DesktopPages/DisplayNews.aspx?LangID=1&ItemID=1990&mid=2787
Quelle: bz Doha-Runde: http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/522877.html
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