Wir sind ueberall - globaler Antikapitalismusby - 18.03.2007 16:30 Notes from Nowhere (Hg.):
Buch: Wir sind überall Broschur, Querformat ca. 550 Seiten mit ca. 150 S-W-Fotos 19,90 Euro (D) http://www.weareeverywhere.de
deutsche Version von 'WE ARE EVERYWHERE - the irresistible rise of global anticapitalism' http://www.weareeverywhere.org
Verlag: Edition Nautilus http://www.edition-nautilus.de/buecher/notes/pol_wir_sind.html
Wir sind überall ist eine Geschichtensammlung. Geschichten, die von AktivistInnen im Widerstandskampf gegen Kapitalismus und wirtschaftliche Globalisierung verfasst wurden. Geschichten des Kampfes und der Rebellion von Mitgliedern der Bewegung der Bewegungen, die auf jedem Kontinent Fuß fasst. Diese Geschichten, die jeweils in Wort und Bild erzählt werden, wurden zwischen 2001 und 2003 von einem Kollektiv, bestehend aus AktivistInnen, AutorInnen, KünstlerInnen und allen, die eine tiefe Verbindung zur Bewegung verspüren, gesammelt. Das Buch erforscht und feiert das, was AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und Medien nun als die "antikapitalistische" Bewegung bezeichnen. Eine der größten Stärken dieser Bewegung ist ihr Vermögen, die Idee eines globalen politischen Projekts wieder aufleben zu lassen. Ein Projekt, das sich durch die Ideen von Autonomie, Ökologie, Demokratie, Selbstverwaltung und direkter Aktion definiert. Diese Ideen werden in Wir sind überall ausgekundschaftet. Die Geschichten In chronologischer Reihenfolge werden 55 Geschichten und Berichte aus 26 Ländern präsentiert. Einige davon sind höchst subjektiv, andere sind eine Art kollektive Erklärungen - sie wurden nicht nur wegen ihres dokumentarischen Charakters ausgewählt, Schlüsselthemen und Ereignisse der Bewegung festgehalten zu haben, sondern auch wegen der Qualität der Texte. In den Seiten des Buches findet man den Bericht eines Taxifahrers, der sich während der Aktionen gegen die Welthandelsorganisation in Seattle mit anderen organisierte. Darauf folgt die Geschichte eines nigerianischen Aktivisten, der aus dem Exil nach Hause kommt und Zeuge eines "Karnevals der Unterdrückten" wird. Am selben Tag werden durch den "Karneval gegen das Kapital" auf der ganzen Welt Finanzzentren lahm gelegt. Berichte von thailändischen DorfbewohnerInnen, die auf dem Weg zu einem Megastaudamm ein Protestdorf errichten, vermischen sich mit Fabeln vom Kampf um das Wasser in Bolivien, Straßenblockaden von argentinischen Arbeitslosenbewegungen und mit dem Erfahrungsbericht einer Bewegung in Papua Neuguinea, die über das Internet erfuhren, dass sie nicht allein gegen die Politik der Weltbank kämpfen. Zusammengenommen spiegeln diese unterschiedlichen Schriften das Wesen dieser Bewegung wider. Die Geschichten werden durch sieben, von den HerausgeberInnen verfassten, Aufsätzen eingeleitet, die einige der vielen bezeichnenden Akzente und Eigenschaften der Bewegung untersuchen. |