Massaker in Acteal, Chiapas: 10 Jahre danachby - 20.12.2007 20:51 Acteal, Teil der Gemeinde Chenalho, war am 22.Dezember 1997 Schauplatz eines Massakers an 15 Kindern, 21 Frauen, vier von ihnen schwanger zwischen der 10. Woche und dem 5. Monat, sowie 9 Männern der indigenen Volksgruppe der Tzotziles . Weitere 25 Bewohner wurden leicht bis schwer verletzt. Die 45 Opfer des Massakers waren Mitglieder der "Abejas” (Bienen). Das Massaker geschah, ohne dass die Policia de Seguridad Publica (Polizei der öffentlichen Sicherheit), deren Kasernen kaum 200 Meter entfernt lagen, eingriff.
Dem Gewaltverbrechen ging eine Serie an Übergriffen von Paramilitärs an der Zivilbevölkerung voraus. Das Verbrechen wurde von einer paramilitärischen Gruppe namens "Mascara roja" verübt, der man eine Nähe zu lokalen Vertretern der damaligen Regierungspartei PRI nachsagte. Das Massaker, vier Jahre nach dem Beginn des EZLN-Aufstands, wurde als Teil der Repressionsmaßnahmen der Regierung betrachtet. Vorwürfe wurden laut, wonach die Paramilitärs ein Klima der Angst erzeugen sollten, in welchem die reguläre Armee für "Ordnung" sorgen könnte. Andere Versionen mutmaßen, dass den Verantwortlichen der Zerstörungsorgie der Paramilitärs die Kontrolle über diese irregulären Einheiten verloren ging. Die Regierung wiederum definierte das Massaker als eine interne Auseinandersetzung zapatistischer Gruppen oder Konflikten zwischen den Zapatisten und anderen indigenen Gruppen. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen aus dem In- und Ausland, u.a. das Menschenrechtszentrum Fray Bartolome de las Casas aus San Cristobal de las Casas beklagen, dass die Täter und Verantwortlichen des Massakers von Acteal bis heute nicht zur Verantwortung gezogen und verurteilt wurden. http://www.chiapas98.de
http://www.laneta.apc.org/cdhbcasas/
Acteal massacre The Acteal Massacre was a massacre of 45 indigenous townspeople, including a number of children and pregnant women, who were members of the pacifist group Las Abejas ("The Bees"), in the small village of Acteal in the Mexican state of Chiapas. It was carried out on December 22, 1997 by unknown paramilitary forces. While the Las Abejas activists professed support for the goals of the Zapatista Army of National Liberation, they renounced their violent means. Many suspect this affiliation as the reason for the attack, and government involvement or complicity. Soldiers at a nearby military outpost didn't intervene during the attack, which lasted for hours, and the following morning, soldiers were found washing the church walls to hide the blood stains. The EZLN and many Chiapas residents accused the ruling Institutional Revolutionary Party (PRI) of complicity, and following the change of government in 2000, survivors alleged that the investigation was being stalled, with authorities refusing to question or arrest suspects in the attacks.
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