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Walden Bello zur Weltwirtschaftskrise

by Quelle: SIG - 04.04.2009 18:24


Interview mit Walden Bello
19.03.2009
 

Die Tageszeitung (taz)

 http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/%5Cwie-ein-getroffenes-u-boot%5C/
19.03.2009

Walden Bello über die Weltwirtschaft
"Wie ein getroffenes U-Boot"

Wir stehen erst am Beginn eines weltweiten konjunkturellen Absturzes, sagt der Globalisierungskritiker Walden Bello. Und die Linke müsse sich beeilen, den Menschen Lösungen anzubieten.


taz: Herr Bello, die Weltbank hat dieser Tage kräftig Alarm geschlagen und vor einem Absturz der Weltwirtschaft gewarnt. Wie schätzen sie die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Süden ein?

Walden Bello: Sie werden massiv sein. Am stärksten werden Volkswirtschaften leiden, die sich vollständig der Globalisierung geöffnet und ihr Wachstum etwa durch exportorientierte Industrialisierung an die Märkte im Ausland geknüpft haben. Weit weniger betroffen sind dagegen Länder mit geringerem Öffnungsgrad, zum Beispiel viele Staaten in Afrika.

Welche Effekte hat die Krise bereits?

Die Agrarexporte von Argentinien und Brasilien befinden sich im freien Fall. In Ostasien sind die Exporte ebenfalls steil abgestürzt. In China haben laut der Regierung 20 Millionen Arbeiter in den vergangenen Monaten ihre Jobs verloren. Der Wert des koreanischen Won ist um mehr als 30 Prozent gefallen. Die Überweisungen südostasiatischer Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer sinken gewaltig, die arbeitslosen Arbeiter kehren zudem verstärkt nach Indonesien und auf die Philippinen zurück.

Wird sich die Situation weiter verschlimmern?

Ja, definitiv. Wir sind erst am Beginn des weltweiten Absturzes. Ich weiß nicht wann der Tiefpunkt erreicht sein wird - und wie lange die Weltwirtschaft dort dann verharrt. Die globale Ökonomie ist wie ein getroffenes U-Boot, das mit großer Geschwindigkeit zum Meeresboden sinkt. Wenn es dort aufgeschlagen hat: Niemand weiß, ob die Besatzung es jemals wieder flott bekommt und zum Aufsteigen bringt. Ebenso wenig wissen wir, ob keynesianische Wiederbelebungsversuche die Wirtschaft in Schwung bringen werden.

Erwarten Sie, dass die G20 die ökonomischen Turbulenzen in den Griff bekommen?

Nein. Die Voraussetzungen für ein neues Bretton-Woods-System sind nicht gegeben. Jeder ist sich immer noch selbst der Nächste. Es gibt wenig Unterstützung für eine Reform des IWF und eine stärkere Rolle der Weltbank. Zudem wird in der WTO der Abschluss der Doha-Runde nicht vorangetrieben, da viele Verhandler der Globalisierung misstrauen. Zudem ist im Basel-Prozess versäumt worden, den Banken den nötigen Regelungsrahmen zu geben. Es wird viele nette Worte über Multilateralismus geben - aber wenig Taten.

Wie beurteilen Sie das Programm der US-Administration unter Präsident Barack Obama im Hinblick auf die Weltwirtschaft?

In der Wirtschaftspolitik wendet sich die Administration nach innen und damit von Globalisierung und Freihandel ab. Sie spricht sich zwar für Multilateralität und gegen Protektionismus aus, aber das sind bislang nur Worthülsen. Obamas erste Priorität ist die Stabilität der US-Ökonomie. Das Ausland kann warten. Rhetorisch werden die USA beim G20-Treffen in London eine führende Rolle übernehmen, wenn es um die globale Finanzarchitektur und starke Regulation geht. Die tatsächliche Ausrichtung wird dann aber den einheimischen Interessen untergeordnet werden. Erst wenn der Absturz der US-Ökonomie gestoppt ist, wird sich Obama internationalen Wirtschaftsthemen zuwenden.

Wie sieht es mit Europa aus?

Die EU wird sich ähnlich den Vereinigten Staaten stärker auf die Binnenperspektive konzentrieren. Dabei bleibt abzuwarten, ob sie sich für brauchbare Stabilisierungskonzepte für die gesamte Region entscheidet oder aber in Nationalstaatsdenken zurückfällt. Ich befürchte, dass die Unterstützung für Multilateralismus und weltweite Politikansätze in Europa erodieren wird. Sorge bereitet mir zudem, was den Arbeitsmigranten aus dem Osten und dem Süden angesichts einer schrumpfenden Wirtschaft in der EU bevorsteht. Rassismus und ethnische Vorurteile könnten sich auszutoben beginnen.

Was müsste dringend getan werden, um ein weiteres Auseinanderdriften der Weltwirtschaft zu verhindern?

Angesichts der weltwirtschaftlichen Exzesse ist Deglobalisierung eine gute Sache. Sie muss begleitet sein von wirtschaftlicher Regionalisierung und gestärkten nationalen Ökonomien. Die Globalisierung hat nationale Volkswirtschaften ruiniert. Sie hat sie verletzlich bis hin zum Zusammenbruch gemacht, indem sie schützende Grenzen niederriss sowie Produktion und Handel dem Weltmarkt unterwarf. Die Herausforderung für uns ist, wie sich ein Weltsystem schaffen lässt, in dem die Teilnahme am globalen Kapital- und Güterverkehr die nationalen Ökonomien stärkt statt sie zu zerstören.

Wie schätzen Sie den Zustand der Linken und der sozialen Bewegungen derzeit ein?

Die Linke hat das theoretische Rüstzeug für das Verständnis der Krise. Besonders wichtig ist dabei die marxistische Analyse - einschließlich der Einsichten von Rosa Luxemburg - , dass der Kapitalismus zu Überakkumulation und Überproduktion tendiert. Die Herausforderung liegt darin, weltweit eine Massenbewegung aufzubauen und national eine antikapitalistische Antwort auf die Krise zu befürworten. Demokratie in der Wirtschaft, mehr Demokratie in der Politik müssen die Ziele sein. Wir müssen uns beeilen, denn wenn wir keine linken Angebote für die Leute haben, lassen sie sich vielleicht von Rechten überzeugen. Einen Rückfall von Staaten in ein Szenario wie in den 1930er-Jahren aber können wir nicht wollen.

Interview: Henning Heine
WALDEN BELLO (* 1945), philippinischer Ökonom und Träger des Alternativen Nobelpreises hat sich als scharfer Kritiker der WTO und der G8 einen Namen gemacht.


This is a transcript of the Tageszeitung interview with Walden Bello.

Dr. Bello, what is the impact of the current crisis on the global South?

The current global crisis will definitely have a massive impact on the South. It is especially those economies that globalized most fully and followed strategies of export-oriented industrialization that tied their growth to foreign markets that will suffer most. Those countries that have globalized least, like many in Africa, will be much less affected.

Could you give examples?

Exports have declined precipitously throughout the East Asian region. China has seen 20 million workers lose their jobs in the last few months, according to the Chinese government. The value of the Korean won has fallen by over 30 per cent in the last few months. Remittances are going to fall and laid off migrant workers are going to return in Indonesia and the Philippines. Argentina and Brazil's agricultural exports are in a freefall.

Are you afraid of a further worsening of the situation?

Yes, definitely. We are just at the beginning of the global freefall and I really don't know when we are going to hit rock bottom and once we reach it, how long the global economy will lie there. The global economy is just like a German U-Boat that has been depthcharged, and it's descending rapidly to the ocean bottom, and once it reaches the bottom, you don't know how the crew is going to get the submarine back up. Will the crew's tortuous maneuvers get it back to the surface, as in the film Das Boot, or will it just stay at the bottom? Will Keynesian methods of reflation work today? We don't know.

How do you assess the politics and economic program of US president Obama and his administration with respect to global matters?

I think that in terms of economic policies, the administration is turning inward, away from policies of globalization and free trade. It talks about multilateralism and against protectionism, but this is largely words still. I think Obama's overwhelming priority is to stabilize the US economy and foreign economic policy can wait. Will the US take a leading role in creating a global financial architecture, with strong regulatory controls at next month's G 20 meeting in London? I think rhetorically yes, but the focus of regulatory work in the US will be domestic. Once the freefall of the US economy stops, then you will see Obama move on to international economic issues.

What about the European Union?

The EU is probably going to look inward too, but whether it will come out with viable region-wide policies or revert to national policies of stabilization remains to be seen. I think that the support for multilateralism and globalist policies is going to erode in Europe. You will see a similar turning inward, as in the United States. I worry about what will happen to the migrant workers from the South and from the East under conditions of economic contraction. Racism and ethnic prejudices might run riot.

What do you expect from the upcoming G20 summit in London with respect to calming the global economic turbulence?

No. I think the conditions are not there to create a new Bretton Woods system. Everybody is still at the "every man for himself" stage. There is little support for a reform of the IMF and bigger role for the World Bank. There is little support for completing the Doha Round of the WTO because of distrust of globalization. People also see the Basel process as having failed to come up with the necessary regulatory framework for the banks. There will be a great deal of rhetoric about multilateralism but little reality.

What should urgently be done to avoid the deepening of deglobalisation and disintegration?

Deglobalization must not be equated with disintegration. Given the excesses of globalization and the way it made economies so vulnerable to collapse because it integrated markets and production and did away with protective barriers between the domestic economy and the international economy, deglobalization accompanied by regionalization of economies and the strengthening of national economies is a good thing. The problem with globalization is that it destroyed national economies. The challenge for us now is how to create a global system where participation in the international economy strengthens the capacity of national economies rather than destroys them.

What would be the appropriate contribution by the politically and socially critical spectrum in the North to stop disintegration?

We must see this as an opportunity to create a deglobalized world, where there is more equality between and within countries, where countries can pursue economic policies that respond to their values, goals, and rhythms as societies instead of being crammed within a neoliberal one-shoe-fits-all-model, where diversity, as in nature, is seen as a strength, where there is space to pursue sustainable development policies that do not reproduce the high consumption model of the North. I repeat: crisis spells opportunity.

What is your general assessment of the situation of the Left and the social movements in answering the crisis?

The Left has the theoretical tools to understand the crisis, and here the Marxist analysis of capitalism's tendency to overaccumulation and overproduction, including the insights of Rosa Luxemburg, are very important. Where the challenge lies is in building a mass movement globally and nationally to promote an anti-capitalist soution to the crisis, a solution that lies in democratizing the economy along with a fuller democratization of politics. We must move fast, because it people are not persuaded to go left, they might be persuaded to go right, and we don't want countries falling into a Germany-in-the-1930's kind of scenario again.

What changes are now necessary?
The changes I've alluded to above.

"Wie ein getroffenes U-Boot"
Interview mit Walden Bello

Frage: Dr. Bello, wie schätzen Sie die Auswirkungen dieser Kise auf den globalen Süden ein?

Walden Bello: Sie werden massiv sein. Am stärksten werden diejenigenVolkswirtschaften leiden, die sich vollständig der Globalisierunggeöffnet haben und ihr Wachstum etwa durch exportorientierte Industrialisierung an die Märkte im Ausland geknüpft haben. Weit weniger betroffen sind dagegen Länder mit geringerem Öffnungsgrad, zum Beispielviele Staaten in Afrika.

Frage: Welche Effekte hat die Krise bereits?

Walden Bello: In Ostasien sind die Exporte steil abgestürzt. In China haben in den vergangenen Monaten laut Regierungsangaben bereits 20 Millionen Arbeiter ihre Jobs verloren. Der Wert des koreanischen Won istum mehr als 30 Prozent gefallen. Die Überweisungen südostasiatischer Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer sinken gewaltig und entlassene Arbeiter kehren nach Indonesien und auf die Philippinen zurück. Die Agrarexporte von Argentinien und Brasilien befinden sich im freien Fall.

Frage: Wird sich die Situation weiter verschlimmern?

Walden Bello: Ja, definitiv. Wir sind erst am Beginn des weltweiten Absturzes. Ich weiß nicht, wann der Tiefpunkt erreicht sein wird - und wie lange die Weltwirtschaft dort dann verharrt. Die globale Ökonomie ist wie eingetroffenes deutsches U-Boot, das mit großer Geschwindigkeit zum Meeresboden sinkt. Wenn es dort aufgeschlagen ist, weiß niemand, wie die Besatzung es jemals wieder flott bekommt und zum Aufsteigen bringt. Wird die Mannschaft es mit mühseligen Manövern wieder an die Oberfläche bringen, wie in dem Film "Das Boot", oder wird es auf dem Meeresbodenbleiben? Ebenso wenig wissen wir, ob keynesianische Wiederbelebungsversuche die Wirtschaft in Schwung bringen werden.

Frage: Wie beurteilen Sie das Programm der US-Administration unter Präsident Barack Obama?

Walden Bello: Barack Obama im Hinblick auf die Weltwirtschaft? In der Wirtschaftspolitik wendet sich die Administration nach innen unddamit von Globalisierung und Freihandel ab. Sie spricht sich zwar für Multilateralität und gegen Protektionismus aus, aber das sind bislang nur Worthülsen. Obamas erste Priorität ist die Stabilität der US-Ökonomie. Das Ausland kann warten. Rhetorisch werden die USA beim G20-Treffen in London eine führende Rolle übernehmen, wenn es um dieglobale Finanzarchitektur und starke Regulation geht. Ich denkeallerdings, der Fokus regulativer Kontrollen wird im Inneren liegen. Erst wenn der Absturz der US-Ökonomie gestoppt ist, wird sich Obama internationalen Wirtschaftsthemen zuwenden.

Frage: Wie sieht es mit der Europäischen Union aus?

Walden Bello: Die EU wird sich wahrscheinlich auch mehr nach innen wenden. Dabei bleibt abzuwarten, ob sie sich für überlebensfähige politische Konzeptefür die gesamte Region entscheidet oder aber in nationale Stabilisierungskonzepte zurückfällt. Ich denke, dass die Unterstützung für Multilateralismus und weltweite Politikansätze in Europa erodieren wird. Es wird eine ähnliche Binnenorientierung geben wie in den USA. Sorge bereitet mir zudem, was den Arbeitsmigranten aus dem Osten und demSüden angesichts einer schrumpfenden Wirtschaft in der EU bevorsteht. Rassismus und ethnische Vorurteile könnten sich auszutoben.

Frage: Erwarten Sie, dass die G20 die ökonomischen Turbulenzen in den Griff bekommen?

Walden Bello: Nein. Die Voraussetzungen für ein neues Bretton-Woods-System sind nicht gegeben. Jeder ist sich immer noch selbst der Nächste. Es gibt wenig Unterstützung für eine Reform des IWF und eine stärkere Rolle der Weltbank. Zudem wird in der WTO der Abschluss der Doha-Runde nicht vorangetrieben, da viele Verhandler der Globalisierung misstrauen. Zudem ist im Basel-Prozess versäumt worden, den Banken den nötigen Regelungsrahmen zu geben. Es wird viele nette Worte über Multilateralismus geben - aber wenige Taten.

Frage: Was müsste dringend getan werden, um die Vertiefung der Deglobalisierung und Desintegration zu verhindern?

Walden Bello: Deglobalisierung darf nicht mit Desintegration gleichgesetzt werden! Angesichts der Excesse der Globalisierung und des Ausmaßes, in dem sie ganze Volkswirtschaften verwundbar bis zum Zusammenbruch machte, weil sie Märkte und Produktionen integrierte und schützende Grenzen zwischen der Binnen-Ökonomie und der internationalen Ökonomie beseitigte, angesichts dieser Tatsachen ist Deglobalisierung, begleitet von wirtschaftlicher Regionalisierung und gestärkten nationalen Ökonomien, eine gute Sache. Das Problem mit der Globalisierung besteht darin, dass sie nationale Ökonomien zerstörte. Die Herausforderung für uns besteht jetzt darin, ein Weltsystem zuschaffen, in dem die Teilnahme an der internationalen Ökonomie die Kapazitäten der nationalen Ökonomien stärkt statt sie zu zerstören.

Frage: Was sollte der Beitrag des politischen und sozialkritischen Spektrums im Norden sein, um die Desintegration zu verhindern?

Walden Bello: Wir müssen das als eine Gelegenheit sehen, eine deglobalisierte Welt zu schaffen, in der es mehr Gleichheit zwischen und innerhalb der Länder gibt. Eine Welt, in der die Länder eine Wirtschaftpolitik betreiben können, die sich im Einklang befindet mit ihren Werten, ihren Zielen und ihren gesellschaftlichen Rythmen - statt eingeklemmt zu sein in ein neoliberales "ein-Schuh-für-alle-Modell". Eine Welt, in der Vielfalt – wie in der Natur – als Stärke angesehen wird. Eine Welt, in der es Raum gibt für nachhaltige Entwicklungspolitik, die nicht das Hoch-Konsumtionsmodell des Nordens reproduziert wird.
Ich wiederhole: Die Krise eröffnet Chancen!

Frage: Wie schätzen Sie den Zustand der Linken und der sozialen Bewegungen derzeit ein?

Walden Bello: Die Linke hat das theoretische Rüstzeug für das Verständnis der Krise. Besonders wichtig ist dabei die marxistische Analyse - einschließlich der Einsichten von Rosa Luxemburg -, dass der Kapitalismus zu Überakkumulation und Überproduktion tendiert. Die Herausforderung liegt darin, eine Massenbewegung aufzubauen, weltweit und national, um eine antikapitalistische Antwort auf die Krise zubefördern. Demokratie in der Wirtschaft, mehr Demokratie in der Politik müssen die Ziele sein. Wir müssen uns beeilen, denn wenn wir keine linken Angebote für die Leute haben, lassen sie sich vielleicht von Rechten überzeugen. Wir wollen nicht, dass Länder wieder in ein Szenario wie das von Deutschland in den 1930er-Jahren zurück fallen!

Das Interview führte Henning Heine; Übersetzung SiG-Redaktion
Originaltext:  http://focusweb.org/die-tagezeitzung-interviews-walden-bello.html?Itemid=1

taz:
 http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-finanzkrise/
Alan Badiou:  http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-finanzkrise/artikel/1/das-reale-dieses-krisenspektakels-1/

G20 in London:  http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/das-ringen-der-weltretter/
Ergebnisse:  http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/bankenaufsicht-oder-kosmetik/



Zur Konferenz der G20 siehe auch:
Walden Bello: "The G20 conference is setting itself up for failure with wrong solutions and wrong venue," he said. "The G20 already met in November, but it was bound to fail because there was no representation from most countries,” he added.

Bello said the G20 was created after the Asian crisis in the late 1990s, and up until now, it had not done anything." He said "the UN had tried to come up with a multilateral economic organization in the UN Conference on Trade and Development (UNCTAD), but other multilateral financial institutions shot the idea down."
in:  http://business.inquirer.net/money/breakingnews/view/20090313-194019/UN-not-G20-must-lead-in-solving-crisis

Gustave Massiah, Attac Frankreich:
"Ce G20 est certes plus présentable que le G8 puisque les 20 pays représentent les deux-tiers de la population mondiale. Pour autant, il reste illégitime en tant que directoire autoproclamé. Et il reste aussi inquiétant. En 1977, le précurseur du G8 avait créé la crise de la dette en appelant les pays pétroliers à recycler les pétrodollars et les banques à leur prêter sans trop regarder. Il avait ainsi cassé le front des pays du Sud en ralliant les pétroliers contre les plus pauvres. Il tente aujourd’hui le même coup avec les pays émergents."
Quelle:  http://www.france.attac.org/spip.php?article9680

 http://sandimgetriebe.attac.at/7122.html


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