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Urupia: eine offene Kommune im Salent

by Quelle: co.forum - 31.05.2005 17:04


2005 feiert die Kommune Urupia ihr 10jaehriges Bestehen.

Es braucht alle Arten von Menschen, um eine Kommune zu machen

Zum 5-jaehrigen Bestehen der Kommune Urupia im sueditalienischen Apulien ist eine liebevoll zusammengestellte Broschuere erschienen.
 

Im Fruehjahr 1995 zogen die ersten KommunardInnen auf den einsam gelegenen Hof im Stiefelabsatz bei Brindisi. Seit 1991/92 hatten Menschen aus Italien (Salent) und Deutschland (Berlin) intensiv Kommune-Konzepte diskutiert. Heute wohnen in Urupia 12 Erwachsene von 29 bis 76 Jahren und ein Kleinkind als feste BewohnerInnen. Darueber hinaus leben viele BesucherInnen fuer kuerzer oder laenger mit ihnen, so dass der Alltag von bis zu 60 Menschen gemeinsam gestaltet wird. Dies ist Teil des Konzepts der "offenen Kommune", das heisst: "... der Ort soll allen offenstehen, die ein selbstbestimmtes Leben mit uns ausprobieren wollen."

Oekonomische Grundlagen der Kommune sind Anbau und Verarbeitung von Wein und Oliven, sowie Gemuese, Obst und Kraeutern. Zur Selbstversorgung mit Milchprodukten gibt es zwei Kuehe, und einmal in der Woche wird Brot gebacken. Ohne die Unterstuetzung von FreundInnen durch Mitarbeit oder finanzielle Zuwendungen waere Urupia nicht moeglich.

So ist die vorliegende Broschuere auch gedacht als Dank an die UnterstuetzerInnen und als Information fuer Interessierte, die schon etwas von der Kommune wissen. Die allgemeinen Informationen sind sehr kurz gehalten, denn hier geht es vor allem um die Menschen, die in Urupia leben. Fuer diese politische Szene fast tabubrechend werden die einzelnen KommunardInnen mit Foto und kurzer Biografie vorgestellt. Sie antworten auf teilweise sehr persoenliche Fragen mit grosser Offenheit. Dadurch bekommt der/die LeserIn einen nahen Eindruck von den einzelnen Personen mit ihren individuellen Eigenheiten. Beim Lesen und Anschauen entsteht ein Gefuehl fuer die Stimmungen und auch Spannungen im Alltag dieser Kommune, das ein sachlicher Bericht kaum vermitteln koennte. Die Broschuere wurde, mit Unterstuetzung von FreundInnen und KommunardInnen, zusammengestellt von Karin und Frank, zwei langjaehrigen FreundInnen der Kommune. Das Layout machte Leh vom Berliner Umbruch-Bildarchiv.

Sie hat 52 Seiten, ist reich bebildert, und in der Heftmitte gibt es ein 360 Grad Panorama des Gelaendes zum Herausklappen.

Elisabeth Voss, Berlin

Bezugsadresse: Urupia, c/o Frank Brexel, Oranienstr. 2a, 10997 Berlin.

Quelle:  http://coforum.de/index.php4?Urupia


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