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Macht und Grenzen des Subjekts

by Quelle: jW - 24.05.2006 21:38

20.05.2006 / Thema / jW Seite 10
Felder von Möglichkeiten

Vorabdruck: »Macht und Grenzen des Subjekts«. Geschichte als ergebnisoffener Prozeß. Determinanten der gesellschaftlichen Entwicklung

Gottfried Stiehler
 

Januar 1919
Januar 1919

(Teil I)

Im Mittelpunkt von Gottfried Stiehlers neuem Buch »Macht und Grenzen des Subjekts. Politisch-philosophische Essays« (Köln 2006, PapyRossa Hochschulschriften 65, 153 Seiten, brosch., 17,00 Euro; erscheint in den nächsten Tagen im Buchhandel) steht die Analyse der menschlichen Subjektivität, sowohl allgemein-philosophisch als auch gesellschaftlich-konkret und politisch-aktuell. Gefragt wird zunächst nach den Bedingungen der Entstehung und Entwicklung menschlicher Subjektivität in den sozialen Beziehungen. Sodann wird die Funktion von Individuen und Gruppen als treibende oder hemmende Kräfte in geschichtlichen Ereignissen untersucht. Dies wird konkretisiert durch Fallstudien zum Hitlerfaschismus, Realsozialismus und Anschluß der DDR 1989/90. Abschlie­ßend geht es um das Verhältnis von Hu­manität und Subjektivität. Die Darlegung individueller Verhaltensweisen und sozialer Beziehungen ist dabei bestimmt durch ein nachhaltiges Plädoyer für Frieden und Friedfertigkeit, gegen Aggres­sion und Krieg.

Gottfried Stiehler, Jahrgang 1924, lehrte bis 1989 Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen »Gesellschaft und Geschichte« (Berlin/DDR 1974), »Dialektik und Gesellschaft« (Berlin/DDR 1981) sowie »Mensch und Geschichte« (Köln 2002).


Die Geschichte der menschlichen Gattung ist der evoluierende Raum des Daseins und Handelns von Individuen, Gruppen, Massen. Grundlage ist die Arbeit zur Erzeugung materieller und ideeller Existenzmittel der Gesellschaft, geleistet von den materiell produzierenden Volksschichten sowie von ideell (kulturell, politisch usw.) tätigen Gesellschafts-gliedern. In der geschichtlichen Entwicklung des homo sapiens ist eine aufsteigende Tendenz wirksam, die in der progressiven Sicherung des materiellen Lebens wurzelt und in der Ent-faltung der geistigen Kultur zur Erscheinung kommt. Diese Tendenz ist mit Widersprüchen, Konflikten, Regressionen verknüpft und häufig auch eine Stätte des Leidens der Menschen, der Vernichtung materieller und geistig-kultureller Werte. In der Gesellschaft und in ihrer Entwicklung ist der Mensch – das Individuum, die soziale Gruppe – Subjekt und Objekt in einem, sein Handeln gibt den Ausschlag für die gesellschaftlichen Zustände und für die Schicksale der Lebenden. Doch handeln der Einzelne und die Gruppe (Klasse) nicht aus freien Stücken und häufig nicht mit rationellen Überlegungen, sondern meist von kurzfristigen Interessen getrieben. Oft folgen die Massen (Ver-)Führern, die ihr besonderes Interesse zur Richtschnur gesellschaftlichen Handelns machen. So kommt die menschliche Gattung oft nicht dazu, das aktuell Vernünftige, das im wohlverstandenen Interesse aller Liegende zu tun, sondern handelt gegen ihre Belange und schadet dadurch sich – d.h. der Mehrheit des Volkes – selbst. Die Geschichte ist, neben Phasen aufsteigender materieller und kultureller Existenzsicherung und stationären Gesellschaftszuständen, auch das Feld vertaner Chancen, vergeudeter Kräfte, verfehlter Aktionen.

Der Mensch ist in seinem Denken und Tun nicht frei, nicht autark, sondern wird von den Umständen seiner Existenz beeinflußt. Sein Dasein und sein Handeln sind determiniert durch objektive Bedingungen intrinsischer und extrinsischer Natur. Intrinsisch sind die der Persönlichkeit eigenen Charaktermerkmale körperlicher und geistig-seelischer Art, extrinsisch sind die makro- und mikrosozialen gesellschaftlichen Daseinsvoraussetzungen. Der einzelne Mensch ist nur im Kontakt mit anderen fähig, sein Leben zu sichern, die in der Regel ebenso seiner zur Daseinsgewinnung bedürfen.

Die Determinanten des Denkens und Handelns sind in sich differenziert; sie sind hochkomplex und umfassen das soziale Feld, in dem Menschen leben und wirken, in seinen mannigfachen Ausprägungen. Eine philosophisch (und politisch) wesentliche Frage ist die nach dem Zusammenhang und der wechselseitigen Beeinflussung sozioökonomischer, politischer und kulturell-geistiger Faktoren, wobei nach marxistischer Auffassung die ökonomisch-soziale Basis das in vielfacher Vermittlung letztlich Bestimmende ist.

Das Handeln der Menschen wird von diesen Determinanten unterschiedlich beeinflußt: Unmittelbarer Antrieb des Handelns können ideologische (religiöse), politische, wirtschaftliche, ethnische Interessen sein, und auf das Verhalten und das Bewußtsein der Individuen und sozialen Gruppen wirken die unterschiedlichen inneren und äußeren Umstände ein, die den Lebensweg von Menschen begleiten. Sie verdichten sich zu so­zialen und geschichtlichen Determinanten großer Menschenmassen, auf deren Wirken die Spanne zwischen Führenden und Geführten Einfluß hat. Das Verhältnis Individuum – Gemeinschaft (Gesellschaft) ist ein komplexes Determina­tionsgefüge, von dem widersprüchliche Einflüsse auf den gesellschaftlich-geschichtlichen Prozeß ausgehen. Das Gesamt von Aktionen und Reaktionen, Wirkungen und Rückwirkungen hat in den jeweiligen geschichtlichen Situationen unterschiedliche Möglichkeiten weiterer Bewegung und Entwicklung der Gesellschaft zur Folge. »Die alternative Situation ist ein Komplex von Prozessen und Tendenzen, ein Geflecht von Möglichkeiten, jedoch kein notwendiges Resultat vorgängiger Ursache(n)… Die verschiedenen Möglichkeiten sind in höherem oder geringerem Grade wahrscheinlich, wobei die gesellschaftliche Kräftekonstellation maßgeblich ist.«1 Für das Handeln gesellschaftlicher Subjekte ist die alternative Situation mit Risiken besetzt, eine exakte Voraussage der Ergebnisse des Handelns ist nicht möglich. Nach Max Webers Worten kann eine einzelne historische Tatsache in einem Komplex von historischen Bedingungen den weiteren Verlauf der historischen Ereignisse entscheidend bestimmen.2

Eine gesellschaftliche Erscheinung, ein historisches Ereignis ist nie Resultat nur einer Ursache, sondern eines Komplexes bewirkender Faktoren, die ihrerseits einen Raum von Möglichkeiten bilden, innerhalb dessen Wechselwirkungen unterschiedlicher und gegensätzlicher Momente stattfinden. Als deren Ergebnis tritt schließlich eine manifeste Erscheinung, ein Ereignis hervor. Im metaphysischen Denken des 18. Jahrhunderts – ob materialistisch oder idealistisch – wurde das komplexe Ursache-Wirkungs-Geschehen zu der Denkfigur der eindimensionalen linearen Kausalität verdünnt. Man bedachte nicht, daß die Ursache-Wirkungs-Beziehung im wissenschaftlichen Denken eine idealisierende Abstraktion ist, die eine komplexe Totalität auf einen vereinfachten Gedankenausdruck bringt. Mit dem Abstraktum »Kausalität« wurde wie mit einem Konkretum umgegangen, das es jedoch nur im Wege genetischer Rekonstruktion der Abstraktion ist. In der Realität ist die Beziehung zwischen Bedingungen, Ursachen und Folgen ein Geflecht unterschiedlicher Prozesse, bei dem in der Gesellschaft die menschliche Subjektivität, das menschliche Handeln eine wesentliche Rolle spielt. Die menschliche Subjektivität ist ein Ganzes variabler Bedingungen und Faktoren, eine Gesamtheit unterschiedlich handelnder Individuen und Gruppen, deren Beziehungen, Auseinandersetzungen und Kämpfe auf den gesellschaftlichen Prozeß bestimmend einwirken.

Offene Zukunft

In theoretischer Nähe zur Quantenphysik kann bezüglich der Gesellschaft gesagt werden, daß eine bestimmte Ursache – ein Ursachenkomplex– nicht zu einer eindeutig bestimmten Wirkung, sondern zu einem Feld möglicher Wirkungen geringerer oder größerer Wahrscheinlichkeit führt; der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung ist statistisch. Daraus resultiert, daß die Zukunft offen ist. In nichtlinearen Prozessen besteht keine Proportionalität von Ursache und Wirkung, die Kopplung zwischen ihnen ist komplex, widerspruchsvoll: nichtlinear. In diesem Zusammenhang gewinnt die Kategorie »Selbstorganisation« bei der Untersuchung gesellschaftlich-geschichtlicher Prozesse Bedeutung, sie ist verknüpft mit der Vorstellung statistischer Kausalität anstelle der einfachen, linearen Kausalität.

In der gesellschaftlichen Entwicklung, der sozialen Evolution, kommt singulären Ereignissen größerer oder kleinerer Reichweite besonderes Gewicht zu. Es ergibt sich, neben objektiven Faktoren, auch aus dem Charakter des bewußten strategischen, von Interessen geleiteten Handelns. In geschichtlichen Ereignissen verdichten sich Komplexe kausaler Determination, die ein Gefüge von Möglichkeiten bilden und Felder möglicher weiterer Entwicklung einschließen. Bei diesen Determinanten ist zwischen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen, ideologischen Faktoren zu gewichten. Den langfristigen Untergrund bilden ökonomische Bedingungen, doch sind meist unmittelbare Triebkräfte des Handelns abgeleitete Anlässe aus dem Raum des Politischen und des Ideologischen. Aus der dadurch bewirkten Konstellation sozialer Determinanten können stabilisierende oder destabilisierende Wirkungen auf die materiellen Basisverhältnisse der Gesellschaft hervorgehen. Der Ablauf gesellschaftlicher Entwicklung ist nicht-deterministisch, insofern die Konfigura­tion bedingender und bewirkender Faktoren ein Feld von Möglichkeiten bildet, das eine Folge von Möglichkeiten weiterer Entwicklung hervorruft. Ein deterministisches Moment liegt darin, daß auf die Länge der Zeit die Basisverhältnisse sich mit Notwendigkeit geltend machen und die gesellschaftliche Entwicklung in eine Richtung drängen, die aus dem widerspruchsvollen Zusammenhang von Produktivkräften und materiellen sowie ideologischen gesellschaftlichen Verhältnissen hervorgeht

Bei der Analyse dynamischer Systeme, wie sie gesellschaftliche Komplexe darstellen, geht es um die Erfassung des Möglichen, d.h., nicht nur um Zustände, die real gegeben sind, sondern auch um Zustände, die statt ihrer gegeben sein könnten. Vielfalt – Kontingenz – tritt an die Stelle streng geordneter Kausalverknüpfungen. Der Begriff »Kontingenz« vereint die Nega­tion von Notwendigkeit und Unmöglichkeit, er rückt den Zufall und die Entwicklungsoffenheit in das Blickfeld. Der Determinismus im klassischen Sinne ist ein »Mythos«3, er gilt nur für einen streng eingegrenzten Bereich der Wirklichkeit. In der Gesellschaftstheorie ist er über weite Strecken wenig brauchbar. Das Universum, und damit auch die Gesellschaft, ist kein lineares mechanisches System, sondern ein chaotisches System, in dem andere Bedingungen und Gesetze gelten als in einem abstrakt-linearen System. In der Gesellschaft existieren unübersehbar viele Aktivitäten von Individuen und Gruppen: Aus ihrem Zusammenwirken, das durch Großgruppen wie Klassen gerichtet wird, gehen, vermittelt durch Ereignisse, die soziale Ordnung und der gesellschaftliche Fortschritt bzw. Rückschritt hervor. Der Zufall und der Raum unendlich vieler Möglichkeiten sind konstitutiv für das Ganze und seine Bewegung. Daher ist die Kategorie Wahrscheinlichkeit (Unwahrscheinlichkeit) eine angemessene Gedankenform zur Beschreibung gesellschaftlicher Bewegung und Entwicklung.

Soziale Evolution

Die Geschichte der Menschengattung ist durch objektive Gesetze bedingt, die als Untergrund geschichtlicher Kämpfe wirken und ihnen eine notwendige oder auch mögliche Richtung weisen. Sie wurzelt in der Lebensnotwendigkeit der Sicherung der materiellen Existenz. Notwendig ist die Daseinsgewinnung, vielfältig (möglich) sind die geschichtlich existierenden Formen, in denen und durch die der Notwendigkeit entsprochen wird. Dieser Zusammenhang kristallisiert sich in geschichtlichen Ereignissen mit Nah- und Fernwirkungen, die den konkreten Verlauf der Geschichte und damit die Schicksale der Völker und Individuen beeinflussen. Auf die Ereignisse wirken die Handlungen, die Aktivitäten der Menschen – der Massen, Gruppen, Personen – ein; sie sind als Bedingungen und Folgen der Ereignisse Komplexe von Zufällen, Möglichkeiten, Alternativen. Aus den Bedingungen gehen die Ereignisse nicht mit Notwendigkeit hervor, da eine wesentliche Bedingung das menschliche Handeln ist, das eine große Spannweite von Varianten besitzt.

Die Notwendigkeit, die dem Zusammenhang von Bedingungen (Ursachen) und Folgewirkun-gen innewohnt, spezifiziert sich in der Gesellschaft zu dem tendenziell notwendigen, gleich-wohl in sich variablen Zusammenhang zwischen bestimmten Fundamentalbereichen der Gesellschaft und dem Auftreten politischer Ereignisse (Ereigniskomplexe) und der damit oft einhergehenden Veränderung der konkreten Struktur der Gesellschaft. Ein wesentlicher Zusammenhang ist der zwischen den sozial-ökonomischen Verhältnissen und den politischen, ideologischen, kulturellen Überbauten der Gesellschaft. Als Verhältnisform ist er dem Wesen nach eine Subjektform, es sind ökonomisch-politische Interessen, die Bewegung und Entwicklung einer Gesellschaft besonders beeinflussen. Das ist ein Tendenzzusammenhang, ein Zusammenhang der Wahrscheinlichkeit, da auf den Prozeß weitere Faktoren einwirken. Auf Dauer gesehen, haben ökonomische Ursachen einen richtenden, formierenden Einfluß auf Struktur und Bewegung der Gesellschaft; in kürzeren Zeitintervallen können politische, ideologische, kulturelle, selbst individuelle (personale) Bedingungen den Ausschlag geben. Es existiert ein weiter Bereich von Zufällen, Kontingenzen, Aberrationen, der der Geschichte ihren konkret-spezifisch variablen Charakter in den Besonderheiten ihrer Existenz und Entwicklung verleiht.

Eine strenge, eindimensionale Notwendigkeit existiert nicht; es kommt zu Wahrscheinlichkei-ten höheren oder geringeren Grades, die Notwendigkeit ist mit Wahrscheinlichkeit verknüpft, ihr als Moment des Kausalzusammenhangs eingefügt. Von dem Entwicklungsniveau einer Gesellschaft ausgehend, kann nie mit absoluter Sicherheit auf weitere Entwicklungsschritte geschlossen werden. Vielfältig und zahlreich sind die Faktoren, die auf den Gang der Geschichte einwirken. Das gilt besonders für die subjektive Seite des Geschichtsprozesses; in ihr wirken Gruppen, Klassen, Massen, Individuen, führende Persönlichkeiten mit mannigfachen Eigenschaften und Kräften, und der Ausgang der Auseinandersetzungen ist in der Regel offen. Zwar liegen in den materiell-ökonomischen Bedingungen und Interessen richtunggebende Tendenzen vor, doch wirken sie in einem Spannungsfeld disparater, konfliktueller oder auch synchroner, verstärkender Aktivitäten. Die Entwicklung ist offen, ihre konkrete Bewegung ist unvorhersehbar.

Ursachenkonstellationen

Das Bedingungsgefüge historischer Ereignisse ist keine eindimensionale Verknüpfung von Ursachen, Bedingungen und Begleitfaktoren, sondern ein variables Feld von Möglichkeiten. Rückblickend betrachtet, kann man ihm zwar Notwendigkeit beilegen, doch gilt das für den faktischen Gang des Geschehens als Ergebnis von Ursachenkonstellationen. Da das Ereignis eingetreten ist, war die Bedingungskonfiguration offenbar so, daß ein anderes Ereignis nicht eintreten konnte. Mit dieser Voraussetzung wird die Variabilität der Bedingungen, ihre Varianzbreite negiert, insbesondere aber die in den menschlichen Subjekten liegende Potenz, den Dingen eine andere Wendung zu geben, in Zweifel gezogen. Da sie es nicht taten, konnten sie es scheinbar auch nicht. Das ist der Fehlschluß der metaphysisch-deterministischen Gesellschafts- und Geschichtsbetrachtung, es ist die Vergötzung der Positivität: Der lineare Determinismus ist eng mit dem Positivismus verbunden, der das Gegebene als nicht veränderbar ansieht – denn wäre es das, dann wäre es vermutlich ein anderes.

Selbst die präformierende Wirkung sozialer Strukturen kann nicht als absolute Instanz für Ereignisfolgen namhaft gemacht werden. Alle historischen Ereignisse erwachsen aus einem Feld von Bedingungen, unter denen die Subjektivität der Akteure eine exponierte Rolle spielt. Der einseitige Determinismus sieht das Subjekt als direktes Produkt der Umstände an und verkennt, daß es sich zu den Umständen und zu sich selbst kritisch-reflexiv verhalten kann. Das gilt insbesondere für kollektive Subjekte, die eine Spanne von Möglichkeiten in sich schließen oder schließen können. Die Vorstellung des Andersseins, des Andersseinkönnens ist dem metaphysischen Denken fremd, es nimmt das Gegebene absolut, nicht als Resultat variierender Bedingungen und Raum von Möglichkeiten. Die Erklärung geschichtlicher Ereignisse wird auf den Nachweis determinierender Faktoren reduziert, Kategorien wie Wahrscheinlichkeit, Möglichkeit, Zufall, Selbstorganisation spielen kaum eine Rolle. Indes sind Geschichte und Gesellschaft Felder faktischer und möglicher Existenzen, die verschiedenen Möglichkeiten sind die Folie, die als Hintergrund bei historischen Analysen mitbedacht werden sollte.

1 Gottfried Stiehler: Mensch und Geschichte. Studien zur Gesellschaftsdialektik, Köln 2002, S. 78f.
2 Max Weber: Schriften zur Wissenschaftslehre, Stuttgart 1991, S. 105
3 Paul Davies: Prinzip Chaos. Die neue Ordnung des Kosmos, München 1993, S. 82

 http://www.jungewelt.de/2006/05-20/021.php

Teil II

Tageszeitung junge Welt
22.05.2006 / Thema / jW Seite 10
Vertane Chancen
 http://www.jungewelt.de/2006/05-22/001.php

Der nervus rerum der Alternativität, der anderen Möglichkeiten historischer Ereignisse ist nicht (nur) eine andere objektive Konstellation gesellschaftlich-geschichtlicher Bedingungen: Dann versteht sich die Alternativität von selbst. Die Frage ist vielmehr, wodurch die Konstellation bestimmt ist, ob und welchen Anteil die menschliche Subjektivität daran hat. Letztlich führt alles auf den Menschen, sein Denken, Wollen, Fühlen, Handeln zurück. Allerdings existiert keine Autonomie des Subjekts; das Handeln des Menschen hängt von Bedingungen vielfältiger Art, darunter insbesondere ökonomischen, ab. Doch liegt in der Spanne zwischen den objektiven Determinanten – die selbst ein Geflecht von Möglichkeiten sind – und dem Handeln die Eigenständigkeit, die Macht des Individuums, der Gruppe, die sich von der Determination durch das Objektive in bestimmten Grenzen freizumachen vermag.

Das Handeln der Individuen wird von näheren oder ferneren gesellschaftlichen Bedingungen – von kleineren oder größeren Lebenskreisen – sowie von personalen Faktoren beeinflußt. Doch vermag der Einzelne – unterschiedlich zwar – sich reflexiv zu diesen Bedingungen zu verhalten und sein Handeln ihrem Zwang zu entziehen. Allerdings haben die Individuen in ihrer Mehrzahl eine Tendenz zur Anpassung, zur Unterwerfung unter die maßgeblichen gesellschaftlichen Kräfte. Auch gesellschaftliche Gruppen unterliegen ähnlich wie die Individuen dem Druck der gesellschaftlichen Bedingungen und neigen vielfach ebenso zu Anpassung und Unterwerfung. Den Dingen eine andere Wendung zu geben, eine progressive Alternative durchzusetzen, hängt davon ab, daß gesellschaftliche Subjekte – Gruppen oder die Massen – sich in ihrem Denken und Handeln über den Druck der Verhältnisse erheben. Dabei muß dem Zwang objektiver Faktoren, in der Regel mit rigider Machtanwendung der Herrschenden verknüpft, die den Spielraum freier Entscheidungen einengen, widerstanden werden. Eine günstige Voraussetzung für das Durchdenken und Durchsetzen progressiver Alternativen ist eine entwickelte Demokratie, die freilich in der Geschichte selten angetroffen wird. Darum ist das Ringen um Demokratisierung der Gesellschaft ein wesentlicher Schritt, um andere, bessere Verhältnisse im gesellschaftlichen Leben herbeizuführen.

Man kann kaum annehmen, daß die Handlungen Verantwortlicher, die zu Krisen und Katastrophen realer Gesellschaften geführt haben, linear-notwendig in den objektiven und subjektiven Bedingungen gelegen haben und das Bewußtsein der Akteure nur deren Spiegel wäre. Auch hier versagt ein simplifizierender Determinismus. Daß ein bestimmter geschichtlicher Ereigniskomplex eingetreten ist, besagt nicht, daß er eintreten mußte. Der Mensch ist kein Spielball objektiver Mächte – ohne daß deren Einfluß zu vernachlässigen wäre –, sondern mit Lern- und Kritikfähigkeit ausgestattet, allerdings unterschiedlich bei den einzelnen Menschen.

Freiheit zeigt sich im Abwägen realer Alternativen und dem Ergreifen einer für das Individuum, die Gemeinschaft, die Gesellschaft förderlichen Alternative. Die Erwägung der Bedingungen und Folgen einer genutzten Möglichkeit befähigt den Menschen, sich in einem gewissen Grade vom Druck der Umstände zu befreien und solche Umstände zu befördern, die einer progressiven Tendenz gemäß sind. Die Geschichte ist vom Standpunkt des Handelnden offen zufolge ihrer Möglichkeitsstruktur als eines Feldes konkurrierender, konformer oder konfligierender Tendenzen, Trends und Entwicklungspfade. Die Offenheit der gesellschaftlichen Entwicklung ist eine reale Grundlage menschlicher Freiheit, der Chance, eine positive Alternative zu wählen. Sie ist auch Produkt der Handlungen des gesellschaftlichen Menschen, denn der Mensch schafft durch sein Tun neue Möglichkeiten, die sich mit realen Trends verquicken. Dadurch wird die Entwicklung in ihren konkreten Details unvorhersehbar, eben weil sie ein Konstrukt sich durchkreuzender, nicht immer rationaler Handlungen von Menschen ist. Doch erfordert das Wählen positiver Alternativen ein bestimmtes Maß an Voraussicht, mittels dessen progressive Entwicklungswege erkundet werden. Die Geschichte ist sowohl unvorhersehbar wie vorhersehbar: Darin liegen Chancen und Gefahren des geschichtlichen Wirkens von Menschen.
Struktur und Prozeß

In den Tiefenschichten von Gesellschaft und Geschichte wirken sozioökonomische Determinanten auch in Form von Klassenverhältnissen, die die Alternativität historischer Situationen maßgeblich bestimmen. Unterschiedliche und gegensätzliche gesellschaftliche Großgruppen suchen mit ihren spezifischen Macht- und Kampfmitteln auf die historische Bewegung Einfluß zu nehmen. Daher sind Alternativsituationen stets Phasen des Zusammentreffens manifester sozialer Bewegungen, und der Ausgang der Kämpfe entscheidet über die Lösung historischer Konflikte. Die sozioökonomische Basis der Gesellschaft ist sowohl Struktur wie Prozeß; in den geschichtlichen Verläufen geben ökonomische Interessen auf Dauer den Ausschlag, was die geschichtlich bewegende Potenz von Politik und Ideologien nicht schmälert.Vordergründig ist zumeist der Ausgang der politischen (und militärischen) Auseinandersetzungen entscheidend. Doch machen sich auf die Länge (oder auch Kürze) der Zeit die ökonomischen Tiefenprozesse geltend, so daß letztlich deren Konstellationen den Gang der Geschichte mit allen ihren Widersprüchen und Konflikten bestimmen. Die Geschichte ist zwar in ihren konkreten Details offen, nicht aber bezüglich dessen, daß die ökonomischen Grundbedürfnisse der Gesellschaftsglieder befriedigt werden müssen und daß diejenigen, die über die ökonomische Macht verfügen, der historischen Bewegung ihren Stempel aufdrücken.

Zwar ist es richtig, daß in der Geschichte alles auf den Menschen zurückführt, daß die Menschen Schöpfer ihrer Geschichte sind: »Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.«1 Es ist der Determinismus in der Geschichte, daß die Menschen nicht aus sich heraus, autonom den Gang des Geschehens bestimmen, sondern daß objektive Umstände, vor allem ökonomischer und politischer Art, sie zum Handeln veranlassen. Darin spielen unterschiedliche Interessen eine Rolle, doch sind auf Dauer maßgeblich materielle Bedürfnisse und Interessen, da sie auf die Grundlagen menschlicher Existenz zielen. In der Geschichte verschränken sich Objektives und Subjektives, wobei das Objektive, von reinen Naturverhältnissen abgesehen, immer eine geronnene Form des Verhaltens von Menschen zueinander ist: Die Geschichte ist das Werk der Menschen.

Fallstudie I. Hitler

Über die Möglichkeit, den Machtantritt Hitlers und seiner Gefolgsleute 1933 zu verhindern, wird lebhaft debattiert. Zu überwiegen scheint die Ansicht, daß bei den gegebenen Bedingungen eine Verhinderung der Nazidiktatur kaum möglich war. Doch: Wäre das so, dann würde das die deterministische Auffassung bekräftigen, daß bei gegebenen Umständen Alternativen nicht gegeben sind und das Ereignis eintreten muß. In der Tat ist es fraglich, bis zu welchem Zeitpunkt eine Veränderung der Wirkungsmacht der bedingenden Kräfte und Tendenzen möglich ist. Begünstigend für die Nazidiktatur wirkten langfristige materielle und ideelle Tiefenprozesse in der deutschen Gesellschaft, die auf die Beseitigung der bürgerlich-demokratischen Verhältnisse und die Errichtung eines autoritären Gewaltregimes hinausliefen. Diesen Tendenzen gegenüber waren die auf Humanität, menschliche Kultur, Frieden und Demokratie gerichteten Kräfte und Bestrebungen, namentlich auch von geistig Schaffenden, in der Minderheit und konnten unter den Massen des deutschen Volkes nur schwer Fuß fassen. Dennoch wäre es problematisch zu behaupten, das Volk sei sehenden Auges in sein Unglück gelaufen, hatte doch die Hitlerbande ihre mörderischen Ziele offen propagiert. Drückend waren die materiellen Verhältnisse nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg, Inflation, Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, nationale Demütigung – alles ein Nährboden für gewissenlose Verführer.

Der Zeitfaktor spielt beim Heranreifen historischer Ereignisse eine wichtige Rolle. Zu einem bestimmten Zeitpunkt, bei Offenheit der weiteren Entwicklung, sind die Tendenzen des Künftigen noch pluralisiert. Wenn jedoch eine Seite im Ringen der gesellschaftlichen Kräfte die Oberhand gewonnen hat, sind die Chancen, den Dingen eine andere Wendung zu geben, gering. Unter diesem Blickwinkel ist eine deterministische Betrachtung in gewissem Maße gerechtfertigt. Doch kann nicht gefolgert werden, daß der Bewegung ein zwanghafter Verlauf innewohnt, da durch Wandel in den objektiven und subjektiven Konstellationen stets eine Wendung zum Anderen, auch zum Besseren möglich ist. Der Prozeß ist erst abgeschlossen, wenn das Ereignis eingetreten ist. Selbst dann aber kann nicht völlig ausgeschlossen werden, daß eine Rückkehr zu günstigeren Verhältnissen möglich ist und die mit dem Ereignis verknüpfte Entwicklung abgebrochen werden kann.

Maßgebliche Kräfte der besitzenden Klassen drängten in Deutschland vor 1933 auf ein Regime der starken Hand, um Wirtschaftschaos und Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse abzubauen. Die Arbeiterparteien waren in kontraproduktiven Auseinandersetzungen zerstritten, statt die Kräfte gemeinsam gegen die Nazibewegung und für den Erhalt der bürgerlichen Demokratie einzusetzen. Groß war in breiten Kreisen des deutschen Volkes die Erwartung, ein ›starker Mann‹ könne die wirtschaftliche und gesellschaftliche Misere überwinden. Hinzu kam, daß von Hitler als Person suggestive Wirkungen auf nicht wenige Volksangehörige ausgingen, da er sich als der große (Ver-)Führer stilisierte, der das Volk aus dem Elend zu erlösen versprach.2 Selbst subjektiv-persönliche Faktoren spielten bei der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler eine Rolle.3

Zu dem Verhängnis wirkten drei Faktoren zusammen: das ökonomisch-politische Machtinteresse herrschender Kräfte, das materielle Elend von zwei Dritteln der Bevölkerung4 sowie eine verbreitete antidemokratisch-nationalistische Ideologie. Es kann indes nicht ausgeschlossen werden, daß es innerhalb der Massen des Volkes zur Besinnung über die tödlichen Gefahren des Nazismus hätte kommen können. Auch waren die Fehler der KPD (und der Komintern) sowie der SPD5 kein schicksalhaftes Verhängnis, sondern hätten korrigiert werden können. Es handelt sich bei dieser Frage mitnichten um eine »Phantomdiskussion«.6
Fallstudie II. »Realsozialismus«

Die historische Funktion des Sozialismus ist die Überwindung der dem Kapitalismus eigenen Anarchie der gesellschaftlichen Produktion und der daraus hervorgehenden Bedrohungen der sozialen Lage der Beschäftigten, der Bevölkerung insgesamt, und der Beeinträchtigung der Persönlichkeit der Angehörigen der breiten Massen. Das Soziale bildet den Fokus der Werteskala des Sozialismus, es bezieht sich auf die komplexe Persönlichkeit des Individuums in allen relevanten Lebensbereichen. Darum haben ›realsozialistische‹ Länder im Rahmen ökonomischer Möglichkeiten und politischer Voraussetzungen vieles für die Hebung des materiellen und geistig-kulturellen Niveaus der Bevölkerung getan. Doch fehlte es an tragfähigen Konzepten, wie die sozialistische Gesellschaft allseitig ökonomisch und politisch unter dem Gebot der Demokratie auszugestalten sei.

Anfangs waren autoritäre Züge der Machtausübung bis zu einem gewissen Grade gerechtfertigt, da die neuen Verhältnisse erst schrittweise gegen heftigen Widerstand von innen und außen durchgesetzt werden mußten. Doch verfestigte sich die Macht und entartete schließlich zu der diktatorischen Gewalt einer einzelnen Person. Da eine demokratische Öffentlichkeit fehlte, schien alles auf den unvermeidlichen Untergang dieses weltgeschichtlich bedeutsamen Versuchs der Schaffung einer antikapitalistischen Gesellschaft hinauszulaufen. Indes gab es in den Mikrobereichen der Gesellschaft Spielräume für das Bekunden differenter Meinungen, Standpunkte und Alternativvorschläge, die den Sozialismus wohnlicher, effektiver machen sollten. Sie kamen jedoch, auch zufolge eingeübter Subordination, nicht zum Zuge und wurden von den Exekutoren der Macht unterdrückt, ihre Urheber stigmatisiert.

Man muß berücksichtigen, daß der »Realsozialismus« im Grunde »Frühsozialismus« war; die Wesenszüge der sozialistischen Gesellschaft konnten sich noch keineswegs ausbilden, sondern existierten allenfalls in Keimform. Die inneren und äußeren Bedingungen waren extrem ungünstig für die Schaffung einer humanen Alternative zum Konzernkapitalismus. Dennoch bestanden Möglichkeiten für schrittweise progressive Veränderungen der Gesellschaft. Eine von vielen getragene Neuformierung von Konzept und Praxis des Sozialismus hätte die Strukturen positiv verflüssigen können, denn gesellschaftliche Strukturen sind Formen, wie Menschen materiell und ideell miteinander kommunizieren und kooperieren. Durch Selbstveränderung der Akteure – von Wissen und Engagement getragen – wären bei einem günstigen politischen Umfeld Strukturen und Prinzipien der Gesellschaft auf die Länge der Zeit zu reformieren gewesen. Daß es so war, wie es war, bedeutet, wie in anderen Fällen auch, nicht, daß es so sein mußte.
Fallstudie III. »Wiedervereinigung«

Die Vereinigung der BRD und der DDR auf dem Wege des Anschlusses des ostdeutschen an den westdeutschen Staat ist ein exemplarischer Fall verpaßter Chancen. Hier wie auch in andern Fällen lag ein gerütteltes Maß Verantwortung und Schuld bei den Akteuren, den handelnden politischen Kräften beider Seiten. Materielle Verhältnisse und politische Interessen determinierten das Handeln der gesellschaftlichen Kräfte, wozu ideologische Vorstellungen unterschiedlicher Art kamen. Daß viele DDR-Bürger den Anschluß begrüßten, war Resultat erheblicher Defizite ihrer sozialen und politischen Situation, allerdings auch illusionärer Vorstellungen über das, was sie in einer kapitalistischen Gesellschaft demokratischen Zuschnitts erwartete. Bei den Verantwortlichen der BRD existierten keine realistischen Konzepte darüber, wie eine Vereinigung der beiden Staatswesen in Würde und zum Nutzen des Volkes insgesamt vonstatten gehen sollte. Die Politik folgte der Ökonomie, das heißt, den Kapitaleignern, deren Interesse auf die Gewinnung von Absatzmärkten und billigen Arbeitskräften sowie auf die Ausschaltung von Konkurrenten zielte. Als die Dinge unumkehrbar gelaufen waren, wurden bei den ehemaligen DDR-Bürgern die Illusionen durch bittere Erfahrungen auf den Boden der Tatsachen geholt.

Maßgebliche Kräfte der BRD, die den Anschluß inszenierten, exekutierten die in den materiellen Verhältnissen gründenden kapitalistischen Triebkräfte. So kam es zur Enteignung und Ausplünderung der Ostdeutschen in einem geschichtlich beispiellosen Ausmaß7 sowie zur Verdrängung der Osteliten, denen in maßloser Arroganz Unfähigkeit attestiert wurde. Auf seiten der DDR gab es kaum Kräfte, die diesem Tun hätten erfolgreich widerstehen können, statt dessen wurden vielfach Unterwerfungsrituale zelebriert. Viele waren froh, die DDR endlich losgeworden zu sein, eine Haltung, die durch spätere Erfahrungen eingetrübt wurde. Die überwiegend negativen Erfahrungen mit den Resultaten der Wende bewirkten bei großen Teilen der ostdeutschen Bevölkerung ein geringes Interesse an politischer Mitgestaltung. Die den kapitalistischen Gesellschaftsverhältnissen innewohnende Tendenz der Abkapselung der Individuen voneinander kam zu massenhafter Erscheinung, Mißtrauen gegenüber den etablierten Parteien, Wahlverweigerung treten ausgeprägt besonders in Ostdeutschland auf. Die Verhältnisse sind nicht so, daß die Menschen zur Mobilisierung ihrer Kräfte für das Gemeinwesen angespornt werden. Doch sind Verhältnisse auch das Resultat des Verhaltens vieler Menschen. Bedingungen, Verhalten und Verhältnisse sind eine Trias, die an genutzten und an vertanen Chancen in der Geschichte bestimmend beteiligt ist.

1) Karl Marx: Der Achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, Berlin 1946, S. 9 (MEW 8, S. 115)
2) Ron Rosenbaum: Die Hitler-Debatte. Auf der Suche nach dem Ursprung des Bösen, München, Wien 1999, S. 185
3) Ebd., S. 575
4) Kurt Pätzold / Manfred Weißbecker: Adolf Hitler. Eine politische Biographie, Leipzig 1999, S.179
5) Ebd., S. 181f.
6) Martin Schirdewan: »2003 ist nicht 1933. Zeit für eine neue ›Einheitsfront-Debatte‹?«, in: Utopie kreativ Nr. 147 ( Jan. 2003), S. 43
7) Erwin K. Scheuch, Ute Scheuch: Manager im Größenwahn, Reinbek 2003, S. 192

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