Im Takt des Geldesby - 04.05.2007 14:09
Klappentext Descartes, Galilei, Newton haben unsere Weltauffassung von Grund auf verändert und einem vollständig neuen Denken zum Durchbruch verholfen. Erst durch die wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts sind jene dramatischen technischen Fortschritte möglich geworden, die inzwischen das gesamte Leben der Menschen durchdringen. Was aber hat dieses neue Denken ermöglicht? Von den vielen Erklärungen für das Entstehen der Naturwissenschaften hält bisher keine stand. Eske Bockelmann zeigt, daß die Umwälzung sehr viel grundstürzender verläuft, als selbst die Bewunderer des wissenschaftlichen Aufbruchs ahnen. Denn um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert verändert sich grundlegend nicht nur das Denken, sondern sogar die Rhythmuswahrnehmung der Menschen. Hier liegt der entscheidende Fund, der Eske Bockelmann gelungen ist, und zwar ein Fund mit unabsehbaren Weiterungen. Das Hören nach dem Takt, das uns heute als das einzig natürliche erscheint, hat seinen historischen Ursprung in derselben Zeit und in derselben gesellschaftlichen Umgebung wie die moderne Wissenschaft. Wo aber Denken und Fühlen gleichermaßen revolutioniert werden, muß eine Macht am Werke sein, die stark genug ist, ein solches Wunder zu bewirken. Im Takt des Geldes vermag diese Macht zu identifizieren. Eske Bockelmann zeigt, daß wir bisher von unserem Denken selbst noch unzureichende Vorstellungen haben. Er hat ein Werk geschaffen, das Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie neu schreiben könnte - mit unabsehbaren Folgen für unsere gesamte Denk- und Lebenspraxis. Wer über den Kapitalismus hinaus will, muss ungeheure Mächte überwinden. Das ist praktisch unmöglich, wenn nicht zugleich über jene Wahrnehmungen und Denkformen hinausgegangen wird, die durch die bürgerliche Gesellschaft bedingt sind. Bockelmann zeigt wie dieses Denken geschichtlich durch die allgemeine Vermittlung der Menschen über das Geld hervorgebracht wurde und eine solche Geltung gewann, dass es als natürliches, unüberwindbares Denken erscheint. Dies gilt selbst für scheinbar unbedingte, ökonomieferne Empfindungen wie Rhythmuswahrnehmung, Mathematik, Philosophie. "Es sind die Menschen, die (den Zwang des Geldes) eingerichtet haben, durch nichts sonst auf ihn verpflichtet als durch sich selbst. Aber sie haben ihn eingerichtet zu dem, was ihre Welt im Innersten zusammen hält; und glauben nun doppelt gezwungen - durch ihn, den sie eingerichtet haben, und ihn, den sie fest schon in sich tragen -, nicht sie hätten mehr über ihn, sondern er allein über sie zu entscheiden. Und fast will mir scheinen, am empfindlichsten seien sie gegen alles, was sie mahnt, dass sie darin irren." http://coforum.de/?4689
Über Eske Bockelmann: http://coforum.de/?4690
Verlag zu Klampen: http://dan4u.de/zuklampen/books.php4?id=1173101735
Links Vortrag von Eske Bockelmann auf einem Seminar der Gruppe Krisis 2005: http://www.podster.de/episode/29219
Vortrag von Eske Bockelmann am 8.1.2007 in Leipzig: http://leipzig.softwiki.de/index.php/WAK:2007-01-08
Wege aus dem Kapitalismus: http://coforum.de/?584
Rezensionen: Januar 2005: http://www.rote-ruhr-uni.com/rezensionen/kettner_bockelmann.pdf
Rezension von Gustav Mechlenburg, Financial Times 2004: http://www.textem.de/392.0.html
http://www.perlentaucher.de/buch/17556.html
Andreas Exner: http://www.social-innovation.org/rezension_bockelmann.html
Andreas Schmidt: http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=292
Martin Schwarz: http://www.geocities.com/capitolhill/1404/bockelmann.html
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