15.2.2008: Gegen Repression in Mexikoby - 13.02.2008 00:06 AUFRUF ZUM EUROPAWEITEN AKTIONSTAG AM 15.2.
In den letzten Monaten haben die Angriffe auf zapatistische Gemeinden
drastisch zugenommen. Der Krieg niederer Intensität hat ein Ausmaß angenommen wie seit dem Massaker von Acteal vor zehn Jahren nicht mehr. Gleichzeitig nimmt die mediale Aufmerksamkeit international ab und die mexikanischen Medien führen eine Schweigestrategie. Wir halten es für sehr wichtig, der Öffentlichkeit in Europa deutlich zu machen, dass der Konflikt und der Widerstand in Chiapas nicht Geschichte sind. Außerdem wollen wir der mexikanischen Regierung zeigen, dass Menschen in Europa die Ereignisse in Chiapas besorgt verfolgen. Deshalb rufen wir zu einem europaweiten Aktionstag am 15.2.2008, z.B. vor den mexikanischen Konsulaten und Botschaften, anlässlich des zwölften Jahrestages der Abkommen von San Andrés auf. (Der eigentliche Jahrestag ist der 16., aber am Samstag haben die Botschaften zu). Die zwischen der EZLN und der mexikanischen Regierung verhandelten Abkommen von San Andrés sollten die indigene Autonomie gewährleisten. Darin wurde beispielsweise auch die Selbstverwaltung der natürlichen Ressourcen durch die ansässige indigene Bevölkerung festgelegt. Die EZLN brach jedoch die Verhandlungen ab, da die Regierung die Abkommen verwässerte und missachtete. Wir solidarisieren uns mit der selbstverwalteten Umsetzung der zapatistischen Autonomie. Im Zuge der Umsetzung des PPP (Plan Puebla Panamá), bzw. anderer neoliberalen Megaprojekte, d.h. der infrastrukturellen und touristischen Erschließung der chiapanekischen Biosphärenreservate, hat sich die Situation der dort lebenden indigenen Gemeinden im Widerstand deutlich verschlechtert: Im August 2007 wurden vier indigene Gemeinden aus dem Biosphärenreservat Montes Azules im lakandonischen Regenwald gewaltsam vertrieben. Rund um die berühmtesten und meistbesuchten Wasserfälle Mexikos in Agua Azul nehmen die paramilitärischen Attacken der regierungsnahen Organisation OPDDIC (Organisation zur Verteidigung der indigenen und bäuerlichen Rechte) gegen zapatistische Gemeinden seit einem Jahr an Quantität und Intensität zu. Seit September 2007 ist das zapatistische Dorf Bolon Ajaw von mehrfachen Drohungen und Angriffen seitens der OPDDIC betroffen. Hintergrund ist, dass das Dorf auf dem Weg zu bisher unerschlossenen Wasserfällen liegt. Die Gemeinde soll einem geplanten Tourismusprojekt weichen. Da die Gemeinde nicht freiwillig umsiedeln will, ist es bereits zu körperlichen Angriffen, sowie zu Vergewaltigungs- und Morddrohungen gegen die BewohnerInnen gekommen. Des Weiteren wurden mehrere Häuser von Bolon Ajaw in Brand gesetzt. Die Agressoren waren die Einwohner von Agua Azul, welche bis auf eine Familie, alle der OPDDIC angehören. Auch weitere zapatistische Gemeinden in diesem Gebiet sind von der Zwangsräumung bedroht. Deshalb haben lokale und internationale Organisationen seit Dezember zu einem zeitweiligen Tourismus-Boykott der Wasserfälle aufgerufen, bis die Agressionen gegen die zapatistischen Unterstützungsbasen aufhören. In der nahegelegenen Gemeinde Betel Yochip' wurde am 29.12.07 der Zapatist Pablo Silvano Jiménez auf dem Weg zu seinem Maisfeld von zwei Polizisten und einem Mitglied der OPDDIC verfolgt und in sein Bein geschossen. Seitdem muss er sich verstecken und kann nicht mehr arbeiten um seine Familie zu versorgen. In der letzten Januarwoche bedrohte die OPDDIC eine in Betel anwesende internationale Beobachtungsbrigade mit Vergewaltigung und Mord. Am 1.2.'08 wurden der Zapatist Eliseo Silvano Jiménez und sein Sohn Eliseo Silvano Espinoza von Polizisten und Mitgliedern der OPDDIC angeschossen und in einem Wagen der OPDDIC verhaftet. Im Gefängnis wurden sie unter achtstündiger Folter gezwungen, sich mit Waffen in der Hand fotografieren zu lassen. Momentan sind sie immer noch ohne medizinische Versorgung im Gefängnis von Palenque. WIR FORDERN von der mexikanischen Regierung: 1. Die sofortige Einstellung jeder Art von Aggressionen gegen die zapatistischen und andere rebellische Gemeinden. 2. Den sofortigen Rückzug der ständigen Militärlager im indigenen Gebiet von Chiapas und die sofortige Einstellung des Aufstandsbekämpfungskrieges gegen die indigenen zapatistischen Gemeinden. 3. Die sofortige Freilassung von Eliseo Silvano Jiménez und Eliseo Silvano Espinoza sowie aller anderen politischen Gefangenen. 4. Die definitive Annullierung aller beabsichtigten gewaltsamen Räumungen im indigenen Gebiet von Chiapas. 5. Die Beendigung der Zusammenarbeit von paramilitärischen Organisationen wie der OPDDIC und der mexikanischen Bundesarmee / Polizeikräften, sowie Umsetzung der Erkenntnisse über diese im Sinne einer juristischen Aufklärung der von diesen verübten Verbrechen. 6. Die Respektierung der indigenen Autonomie. Unterzeichnet von AktivistInnen von der Gruppe B.A.S.T.A. (Münster) und Atenco Resiste (Berlin), z.Z. in Chiapas Hintergrundinformationen: www.chiapas98.de ------------------------------------------------------------------------------ Persönliche Rundmail vom 3.2.07 CHIPAPAS: Drohungen und Angriff in Vetel Liebe Leute, Ich bin zurück aus Vetel Yo Chib. Es war ziemlich heftig dort: Zwei Compas wurden ANGESCHOSSEN und wir wurden mit VERGEWALTIGUNG und MORD bedroht. Am Freitag morgen wurde der Compañero Eliseo Silvano Jímenez zusammen mit seinem Sohn angeschossen. Sie waren auf ihrem Moped unterwegs und wurden von zwei Polizeiwägen verfolgt. Kurz vor Vetel stoppte sie ein Wagen der paramilitärischen Organisation OPDDIC. Die Polizisten schossen auf sie. Anschließend fesselten sie die beiden und prügelten noch eine Weile auf sie ein. (Es ist schon erschreckend, wie Menschen so weit kommen können, einen blinden und einen Jugendlichen, die blutend und wehrlos am Boden liegen, noch weiter zu verprügeln.) Danach hievten sie die beiden auf den Wagen fuhren mit ihnen davon. (Die Zusammenarbeit von Paramilitärs und Polizei ist offensichtlich). Wir befürchteten, sie würden die beiden irgendwo in den Bergen verbuddeln. Doch noch am selben Tag kamen mindesten 100 Compas aus anderen Dörfern, um die beiden zu suchen. Heute habe ich erfahren, dass sie die beiden ins Gefängnis von Palenque gebracht, sie dort weitere 8 Stunden lang gefoltert und dazu gezwungen haben, sich mit Schusswaffen fotografieren zu lassen. Warum diese Grausamkeit? Es scheint der von der Regierung geschürte Hass gegen Zapatistas zu sein. Kurz vorher hatte mir Eliseo noch gesagt, "Gott beschützt mich, weil ich nie in meinem Leben etwas verbrochen habe". Er saß vor ein paar Jahren schon einmal im Knast -- mit der absurden Anschuldigung des Drogenhandels (wenn sie wahr wäre, würde er nicht in einer armseligen Hütte wohnen). Währenddessen zerstörten sie seine Hütte und Felder und seine hochschwangere Frau musste mit ihren Kindern in die Berge flüchten. Danach schlossen Menschenrechtsorganisationen mit den Anklägern/ Angreifern einen Pakt, dass der Compa und seine Familie auf ihr Land zurückkehren können und in Ruhe gelassen werden. Die OPDDIC brach diese Abmachung. Leider war der Vorfall am Freitag noch nicht alles: Bereits als wir am Sonntag ankamen, sagten die OPDDICs zu den Compas, dass sie uns Brigadistas dort nicht sehen wollen und drohten, uns die Judiciales (besonders gefürchtete Polizei) auf den Hals zu hetzen. Montag Nacht weckten uns die aufgeregten Compas mit den Worten "sie wollen heute kommen und uns alle erschlagen, euch auch!" Der Hintergrund war, dass die OPDDICs, sprich fast das gesamte Dorf (63 Familien) und drei OPDDIC-Führer von Agua Azul am Abend eine Versammlung abhielten, auf der sie das Vorgehen gegen uns besprachen. Die 15 durchgedrehtesten und brutalsten von ihnen, welche die anderen Mitglieder unter Druck setzen weiterhin zu kooperieren, schlugen vor, uns einfach alle umzubringen (Brigade und Compas). Diese 15 waren sich dessen einig; doch die Mehrheit hatte ihre Zweifel. (Die Compas hatten einen Spion auf dem Treffen, der alles mitgehört hat). Es war eine sehr unangenehme Situation; denn die Compas hatten auch keinen Plan, was wir tun sollen, wenn sie kommen, oder wohin wir hätten wegrennen können. Wir waren gekommen, um die Compas zu beschützen. Aber wir hatten das schreckliche Gefühl, vollkommen ausgeliefert zu sein und nicht einmal uns selbst schützen zu können. Eine weitere Drohung hatte das OPDDIC-Mitglied Elías L. Jímenez geäußert (der bei den beiden Attacken auf die Compas Ende Dezember und am Freitag dabei war), als drei Brigadistas von uns ein paar Tage bevor wir kamen, das Dorf verließen: Ein Compa hörte, wie Elías zu einem anderen sagte, dass sie am folgenden Tag die Brigadistinnen beim Baden am Fluss vergewaltigen wollen. Hinzu kommt, dass die Häuser der vier zapatistischen Familien auch noch weit voneinander entfernt sind, sodass wir umringt von Menschen waren, die uns am Liebsten lynchen wollten. Unsere Brigade haben wir auf zwei Familien aufgeteilt: Drei blieben in der Hütte des Compas, der im Dezember angeschossen wurde; mein Genosse und ich bewachten das Funkgerät. Wir durften aus Sicherheitsgründen nicht allein die Hütte verlassen. Die Tochter unseres Gastgebers begleitete mich sogar jedes Mal auf die Toilette. Nachts musste ich mir den Durchfall und das Erbrechen verkneifen (ich habe mir wieder einmal eine Darmkrankheit geholt), da es zu gefährlich war, im Dunkeln in den Wald zu gehen. Dort habe ich ein Bisschen zu spüren bekommen, wie der "Krieg niederer Intensität" funktioniert: In Angst zu leben zermürbt die Menschen. Ich habe das nur eine Woche lang aushalten müssen, die Compas leben mit den Morddrohungen. Ihre Kinder können nicht in die Schule gehen, da die OPDDICs sie lassen. Der Compa, der im Dezember angeschossen wurde, leidet immer noch an seiner Verletzung. Er kann nicht mehr arbeiten und weiß nicht, wie er seine Familie versorgen soll. Deshalb, so sagte er zu mir, kämen ihm manchmal "schlechte Gedanken", dass er es nicht mehr aushalte und sich bei der nächsten Attacke wehren wolle, wie es sein Recht sei. Aber ihr Verständnis von würdevollem Widerstand ist, auszuhalten, sich nicht provozieren oder einschüchtern zu lassen und zu bleiben. Als ich zurückkam und CAPISE Bericht erstattete, war das ganze Büro tief schockiert. Sie hatten gerade die nächste Brigade nach Vetel geschickt. Doch dies sei eine neue Eskalationsstufe. Deshalb ist der "Vorsitzende" gleich los gefahren, um sich ein Bild von der Situation in Vetel zu machen und die Brigade evt. zurück zu hohlen, da CAPISE das nicht mehr verantworten kann. Vor Ort war ich relativ gefühlskalt -- schließlich kam es darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren. Erst jetzt, wo ich wieder in San Cris bin und die ganze Anspannung langsam von mir abfällt und ich mit anderen darüber reden kann, beginne ich zu realisieren, was eigentlich passiert ist. Ich gestehe, dass ich nie solches Heimweh hatte wie jetzt. Sorry, dass die Mail so lang geworden ist. Aber es ist wichtig, dass ihr in Deutschland mitbekommt, wie der Krieg in Chiapas wieder aufflammt. Denn während hier der Konflikt und die Menschenrechtsverletzungen wachsen, schrumpft die internationale Solidarität. (Die Denuncia der Junta könnt ihr auf http://enlacezapatista.ezln.org.mx/denuncias/884/ lesen, allerdings auf
Spanisch). Saludos y abrazos desde Chiapas, Momo -------------------------------------------------------------------------- Pressemitteilung Nr. 7 über den Besuch der Internationalen zivilen Kommission zur Beobachtung der Menschenrechte (CCIODH) Interviews und schwere Denunzierung Am 4.2. fand die Pressekonferenz zum Beginn der Aktivitäten im Bundesstaat Chiapas statt. Sie wurde um 11:00 vormittags in der Jura-Fakultät der UNACH abgehalten. Im Anschluss fuhren 5 Gruppen in verschiedene Zonen von Chiapas -- in die 5 "Schneckenhäuser" (zapatistische verwaltungszentren) Oventik, Morelia, la Garrucha, Roberto Barrios und la Realidad -- um Interviews durchzuführen. In las Margaritas vereinbahrten sie ein Interview mit dem Präsidenten des Landkreises für Donnerstag, den 7.2., um 17:00 Uhr. Die Gruppe, die in die Zona Norte fuhr, machte Halt im Gefängnis von Palenque, CERESO Playas de Catazajá, um Eliseo Silvano Jiménez und seinen Sohn Eliseo Silvano Espinosa zu besuchen, die am 1. Februar verhaftet wurden, mit der Anschuldigung einen Überfall verübt zu haben. Beide sind zapatistische Unterstützungsbasis. Herr Eliseo Silvano Jiménez ist außerdem Verantwortlicher (bzw. Sprecher der Zapatistas) der Gemeinde. Vorher traf sich die Comission in San Cristóbal de las Casas mit dem Staatsanwalt des Distrikts Selva, Herr Ernesto López, welcher uns die Information gab über die Festnahme und Überführung des Herrn Eliseo Silvano Jiménez ins Krankenhaus und seines Sohnes zum Gericht. Gleichzeitig arrangierte er, dass wir die beiden interviewen konnten. Der Herr Eliseo Silvano Jiménez wurde in das Krankenhaus von Palenque eingeliefert und gestern Mittag ins Gericht überführt. Nach der Information des Staatsanwaltes negierten die Gefangenen gegenüber dem Richter, an der Tat teilgenommen zu haben. Weder der Richter noch der verteidigende Rechtsanwalt fragten nach der Herkunft und dem Grund ihrer sichtbaren Verletzungen. Die Kommission traf sich mit ihnen. Nachdem sie von den Ärzten der CCIODH untersucht wurden (im Anhang der Bericht), konnte die Komission beobachten, dass die Verletzungen, welche der Herr Elieo Vater und Sohn zeigten, schwerwiegender waren als nur von einer Rangelei und dass ärztliche Behandlung im Krankenhaus notwendig ist. Die beiden Personen wiesen Verletzungen von Schlägen auf und denunzierten in ihrer Zeugenaussage, während ihrer Festnahme und danach auf der Polizeistation in Palenque misshandelt und gefoltert worden zu sein. Sie beharren auf ihrer Unschuld. Am Nachmittag machte die CCIODH ein Interview mit den Verantwortlichen des Sekretariats für soziale Entwicklung des Bundesstaates und um 22:00 Uhr mit dem Justizminister Herrn Amador Rodríguez Lozano und seinem Team, unter anderen der Verantwortliche des Rates der Durchführung von strafrechtlichen Sanktionen und der spezielle Staatsanwalt von Acteal. Den heutigen Tag über machten sie Interviews u.a. mit dem "Rat der Guten Regierung" von Oventic, während des Besuchs in die Zona de los Altos, mit der OCEZ von Venustiano Carranza, CIEPAC und dem Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas. Während des heutigen Tages gingen die Besuche auf den Ruten weiter. Die CCIODH fuhr in die Gemeinde Acteal, um die Überlebenden des Massakers und die Mitglieder der Führung der Abejas zu interviewen und später in die Gemeinde Polhó, wo sich tausende Vertriebene befinden. Am Morgen gab es Interviews mit dem Zentrum der Frauenrechte in Chiapas und dem feministischen Kollektiv Mercedes Oliveras und nahmen Zeugenberichte auf über die Mißhandlung der Frauen und Landeigentum, wie Entführung und Vergewaltigung. San Cristóbal de las Casas. 6.Februar 2008 Pressekommission der CCIODH MEDIZINISCH-PSYCHOLOGISCHE RATSCHLÄGE FÜR ELISEO SILVANO JIMENEZ UND ELISEO SILVANO ESPINOZA: 1. Medizinische Ratschläge für Eliseo Silvano Jiménez. - Neurologische Behandlung des rechten Arms und der Hand, Rehabilitation der Bewegungsfähigkeit der rechten Hand - Besondere Vorsicht für die Vernarbung der schweren Verbrennungen am Rücken. - Präzise Vorsicht für die Vernarbung der Schussverletzung am Fuß: Desinfektion der Verletzung die das Muskelgewebe durchläuft und möglicherweise auch den Knochen durchbohrt. 2. Medizinische Ratschläge für Eliseo Silvano Espinoza. - Angemessene Ruhe für die Verstärkung der Lenden-Rippe. - Überprüfung des Zustands der Zone faringo-laringítica. Medizinisch-psychologische Ratschläge: Beide Patienten weisen einen starken Angst-Zustand auf. Die Präsenz von Alpträumen, die mit dem traumatischen Erlebnis verbunden sind, könnte den Beginn einer Entwicklung eines Syndroms von post-traumatischem Stress ankündigen. Es erscheint uns notwendig, ein Maximum an Möglichkeiten mit dem Ziel, diese mögliche Entwicklung aufzuhalten, die eine Quelle dauerhaften Leidens werden kann. Wir waren überrascht, sie mit schweren Anschuldigungen im Gefängnis zu sehen, anscheinend ohne überzeugende Beweise, während wir auf der anderen Seite physische Spuren und neurologische Syndrome auffanden, die mit ihrem Bericht übereinstimmen, Opfer von schwerer Folter geworden zu sein. Davon abgesehen ist unsere medizinisch-psychologische Sichtweise die Folgende: Es erscheint uns offensichtlich, dass das Gefängnis in dieser Situation eine Weiterführung dessen ist, was sie durchlebt haben und dass es deshalb absolut notwendig ist, dem sofort ein Ende zu bereiten, damit an der dringenden und unumgänglichen psychologischen Wiederherstellung gearbeitet werden kann. Außerdem muss die physische Genesung an einem angemessenen Ort erfolgen. Doctor Bernard DORAY Psicologa Concepcion DORAY (Übersetzt von Momo) |